Über die Wunderfinderinnen

Christina

Ich glaube, dass die schönsten Dinge im Leben oft ganz leise beginnen.

Mit einem kleinen Samen, der in die Erde gelegt wird.
Mit Kinderhänden, die zum ersten Mal nach einer Hand greifen.
Mit einer Schnecke, die plötzlich mitten auf dem Weg sitzt.
Oder mit einem Menschen, der einfach da ist.

Vielleicht ist es genau das, was mich an der Arbeit mit kleinen Kindern so glücklich macht: Kinder sehen die Welt noch mit staunenden, offenen Augen. Sie entdecken das Besondere im Kleinen und erinnern uns daran, dass es oft gar nicht viel braucht, um einen Moment wertvoll zu machen.

Dieses Gefühl kenne ich seit meiner eigenen Kindheit.

Bei meinen Großeltern durfte ich im Garten zwischen Pflanzen, Erde und kleinen selbstgemachten Dingen einfach Kind sein. Dort habe ich erlebt, wie sich Geborgenheit und Freiheit gleichzeitig anfühlen können. Ich habe gelernt, dass Zeit füreinander, gemeinsames Tun, Natur und Menschen, bei denen man einfach sein darf, etwas ganz Kostbares sind.

Vielleicht wurde genau dort der Grundstein für das gelegt, was mir heute in meiner Arbeit so wichtig ist.

Heute bin ich selbst Mutter von zwei großen Jungen und seit vielen Jahren mit meinem Mann Maik verheiratet. Unser Fellkind Kito gehört natürlich auch zu unserer Familie.

Wir leben und arbeiten auf unserem wunderschönen Dreiseitenhof in Altnaußlitz. Im Mittelpunkt unseres Hofes steht eine alte Kastanie. Unter ihren Ästen begegnen sich Menschen, Kinder und Generationen. Hier ist Platz für Leben in seinen unterschiedlichsten Formen – für Wachstum, Entwicklung und Freude, aber auch für Abschied und Loslassen.

Neben unserer Kindertagespflege findet hier auch Palliativpflege statt.

Leben, Werden und Vergehen gehören für mich zusammen. Ich möchte Kindern vermitteln, dass all das zum Leben gehört – behutsam, kindgerecht und ganz selbstverständlich.

Mein Weg zu den Wunderfindern

Mein beruflicher Weg begann in der Krankenpflege. Schon während meiner Ausbildung lernte ich die besondere Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern, ihre Entwicklung und wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen.

Anschließend arbeitete ich elf Jahre auf der Intensivstation der Uniklinik Dresden. Diese Zeit hat mich tief geprägt. Sie hat mir gezeigt, wie kostbar Zeit ist, wie wichtig Vertrauen und menschliche Nähe sind und wie individuell jeder Mensch seine ganz eigene Begleitung braucht.

Als ich später Tagesmutter wurde, durfte ich diese Erfahrungen mit meiner Liebe zu Kindern verbinden. Seit 2016 bin ich Tagesmutti aus Leidenschaft.

Mir ist es wichtig, Kinder unter drei Jahren nicht nur liebevoll, sondern auch fachlich kompetent, achtsam und sicher zu begleiten. Jedes Kind bringt seine eigene Persönlichkeit, sein eigenes Tempo und seine eigene Geschichte mit. Genau das möchte ich sehen, verstehen und respektieren.

Die Kneipp-Philosophie wurde dabei zu einem wichtigen Bestandteil meines Lebens. Sie verbindet für mich Natur, Bewegung, Ernährung, Achtsamkeit und einen bewussten Umgang mit sich selbst.

Meine Liebe zur Natur wächst dabei immer weiter. Deshalb vertiefe ich mein Wissen derzeit in einer Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Kräuter, Garten, gemeinsames Kochen, Bewegung, Kreativität und das Entdecken draußen sind für mich keine zusätzlichen Programmpunkte. Sie sind Teil dessen, wie ich mit Kindern die Welt begreifen und erleben möchte.

Seit 2024 gehe ich diesen Weg gemeinsam mit meiner lieben Kollegin Sylvia Fritzsche. Mit unserem Schmetterlingsmodell verbinden wir zwei pädagogische Persönlichkeiten miteinander und schaffen für die Kinder gleichzeitig Verlässlichkeit, Sicherheit und vertraute Beziehungen.

So sind die Wunderfinder entstanden – aus meiner eigenen Kindheit, meinem beruflichen Weg, meiner Familie, meiner Liebe zur Natur und vor allem aus der Überzeugung, dass Kinder Orte und Menschen brauchen, an denen sie gesehen, gehört und ernst genommen werden.


,,Denn für mich beginnt Bildung mit dem Leben selbst. Mit einer sicheren Hand, einer vertrauten Stimme und dem Gefühl: Ich bin willkommen.         Mit Zeit zum Staunen, Fragen, Ausprobieren und Wachsen.                        Und mit der Freiheit, die kleinen Wunder dieser Welt selbst zu entdecken."


Sylvia